A
Abdominalerkrankungen
Erkrankung des Bauchfells (z. B. Bauchwassersucht) oder Operationen zur Behebung von
Leiden in der Bauchhöhle, wie Magenverdrehung, Fremdkörper im Magen oder Darm und
Gebärmuttervereiterung. 
 
Abnabeln
Häufig sind die Neugeborenen noch von den Eihäuten umgeben. Die Mutter befreit das Gesicht des
Neugeborenen leckend. Durch die Leckmassage des Körpers werden Atmung und Kreislauf angeregt.
Normalerweise zieht die Mutter die Nachgeburt an der Nabelschnur heraus und verzehrt sie.
Anschließend frisst sie die Nabelschnur bis hin zum Bauch des Jungen, bis nur noch ein kleiner Rest
übrig bleibt.
 
Abortus
Fehlgeburt
 
Abszess
Eiteransammlung in nicht vorgebildeter Körperhöhle.Durch in kleine Stich-, Riss- oder Bisswunden
eingedrungene Eitererreger ausgelöst. Häufiger bei männlichen Katzen als Folge von Rivalitätskämpfen
 
Abwehrsystem
Immunsystem: Fremdorganismen werden erkannt und beseitigt. Hierbei handelt es sich um
Krankheitserreger, körperfremdes Gewebe oder sonstige Fremdstoffe. 
 
Albinismus
Ausfall der Pigmentbildung: Völliger Ausfall wird selten beobachtet. Häufiger auftretend ist Teilalbinismus.
Dadurch entstehen die eindrucksvollen Phänomtypen wie: Burmesen, Siamesen, Albinos
 
Allergie
Überempfindlichkeitsreaktion des Organismus auf äußere Einwirkungen durch körperfremde Substanzen.
Äußerungen: Juckreiz, Entzündungen und Schwellungen der Haut und / oder auch Schleimhäute.
 
Alopezie
Haarausfall durch: Hautkrankheit, Hormonstörungen, Futtermangel 
 
Analbeutel
Die Analbeutel befindet sich seitlich der Afteröffnung. In den Analbeuteln wird das von einer Drüse
produziertes Sekret gespeichert. Dieses Sekret enthält Duftstoffe die zur Erkennung unter den Tieren
und zur Individualmarkierung dient
 
Analkontrolle
Bei Begegnung zweier Katzen umkreisen sich häufig beide vorsichtig und bemühen sich die Analgegend
der anderen zu beriechen. Bei freundlicher Begegnung legt eine der beiden ihren Schwanz leicht
angehoben zur Seite und erlaubt so der anderen die Analkontrolle
 
angeborener Nabelbruch
Eingeweidebruch. Die Durchtrittstelle des Nabels schließt sich nach der Geburt nicht. In kleinen
Nabelbrüchen wird die Bruchstelle meist durch Netz- oder Fettgewebe ausgefüllt.
Nur größere Nabelbrüche sollten operiert werden
 
Angina
Mandelentzündung. Merkmale: häufiges Gähnen - vereinzelt Würg- und Brechreiz 
 
Anomalie
Abweichung vom Normalzustand an vielen Organen oder Körperabschnitten. Je nach Ausprägung
unbedeutend bis tödlich.
 
Antibabypille
Nur zu empfehlen bei Katzenzucht und nur unter tierärztlicher Beobachtung.
 
Anzeigen einer Erkrankung
Verhaltensänderungen: Schläfrigkeit, Bewegungsunlust, Appetitlosigkeit, vermehrter Durst, glanzloses
Fell, die Katze putzt sich nicht, Abweichung der Körpertemperatur (je niedriger desto schlimmer);
Verklebungen von Augen, Nasenöffnung, Mundspalte, After und Scham; Blutiger Harn.
 
Appetitlosigkeit
Ursache: Eintöniges Essen, das Wetter (große Hitze, Gewitter, Sturm) Umgebungsveränderung,
Vereinsamung, Trennung von den Jungen oder anderen Bezugspersonen, Rolligkeit, Erkrankung.
Längere Beobachtung wird auf jeden Fell empfohlen.
 
Ascites abdominalis
Bauchwassersucht. Ansammlung von Körperflüssigkeit in der Bauchhöhle
 
Askaridiasis
Spulwurmbefall 

Aspirationspneumonie
Verschluckbedingte Lungenentzündung. Fehlgeschluckte Fremdkörper (Staub, Fressen, Wasser),
Lungenabschnitte die sich entzünden. Futterverweigerung, pumpende, angestrengte Atmung, Fieber,
selten Husten. 


Atemfrequenz
Anzahl der Ruheatemzüge liegen in der Regel bei 25 - 30 pro Minute und kann von der Umgebungs-
temperatur, Geschlecht und Alter abhängig sein.
 

Atropin
Alkaloid aus Tollkirsche, Stechapfel, Bilsenkraut. Hemmt Drüsensekretion, Darmbewegungen.
Krampflösend, pulsbeschleunigend, pupillenerweiternd. 



Augenerkrankungen
Es ist selten, dass eine Katze mit einer Augenerkrankung zur Welt kommt, meistens durch Kämpfe
mit Rivalen. 

Augenliederkrankung
Sofern sich die Augenlieder nicht binnen 10 Tage nach der Geburt von selbst öffnet, wird tierärztliche
Beratung empfohlen. Augenliederentzündung wird meist durch Katzenschnupfen verursacht. Anfänglich
wässriger Ausfluss, gerötet, dick geschwollene Lieder miteinander verklebt. Meistens im Sommer durch
Grassamen verursacht.  

Augenpflege
Eine regelmäßige Pflege, wie bei den Ohren ist bei den Augen im Normalfall nicht erforderlich. 
B
Bandwurmbefall Taeniasis
Für Menschen gefährlich werden kann der "Fuchsbandwurm". Katzen, die Mäuse, Fledermäuse oder
Bisamratten erbeuten, können den Menschen damit infizieren. Nimmt der Mensch die von der Katze
ausgeschiedenen Eier auf, dann fungiert er als Zwischenwirt. In ihm entwickeln sich nicht die
Bandwürmer, sondern deren Vorstufen, die sogenannten Finnen. Sie befallen inner Organe,
wo sie bisweilen ein enorme Größe erreichen. 

Bauchbruch
Durch einen Bauchbruch fallen einzelne Organe oder Darmabschnitte unter die unverletzte Haut.
Bauchbrüche müssen umgehend operiert werden. 

Bluthochdruck
Gerade bei älteren Katzen kommt dieses wohl sehr oft vor. Das Schlimme ist, dass dadurch viele andere
Krankheiten zum Vorschein kommen, wie Gleichgewichtsstörungen, Verschlechterung der Augen sowie
Blutungen etc. Bis 180 ist wohl noch die Grenze, alles andere ist schon schlecht. Es gibt
"Katzeninternisten", die ganz andere Behandlungsmöglichkeiten haben und natürlich auf solche
Krankheiten spezialisiert sind. Selbstverständlich sind diese Behandlungen relativ kostspielig, aber zum
Wohl der Katze.

Botulismus
Vergiftung durch das Bazillus Clostridium botulinum gebildete Toxin. 

Bronchialasthma
Lungenerkrankung 

Bronchitis
Lungenerkrankung 

Brucellose
Übertragbare Krankheit. Ansteckung meist durch Milch, Eihäute oder Fleisch von brucelloseverseuchten
Rindern. 

Brustkorb
Thorax
C
chemische Informationsübertragung
Geschmack - Geruchswahrnehmung - Markierung 

Cholornaphthalinvergiftung
Eine Cholornaphthalinvergiftung kann sich die Katze durch frischimprägniertem Holz zuziehen.
Symptome: - Hautreizungen - Bindehautentzündung - zunehmender körperlicher Verfall. 

Coma urämicum
Urämie 

Combelen Propionylpromazin
Beruhigungsmittel. 

Comotio cerebri
Gehirnerschütterung. 

Cremor dentium
Zahnstein. 

Cushing
Übermäßige Produktion der Nebennierenrindenhormone wegen eines Gehirn- oder Nebennierentumors.
Symptome: - Erschlaffung der Bauchdecke - papierdünne Haut - großer Durst- Verfettung- flächenhafter
Haarausfall 
D
Damm
Teil der Körperwand, der den Beckenausgang bedeckt und zwischen der Afteröffnung und der Scheide
bzw. dem Hodensack liegt. 

Darm
Der Darm beginnt am Magenausgang und endet am After. Er liegt in der Bauchhöhle und wird in
Dick- und Dünndarm unterteilt. 

Darmblutung
Häufiger bei Jungkatzen. Bei freilaufenden Katzen kann es mehrere Möglichkeiten geben: - Verletzung
mit spitzen oder rauen Gegenständen - Verzehr von vergifteten Nagetieren - tumorbedingte
Darmbeschädigung. Auf jeden Fall zum Arzt gehen. 

Darmentzündung
Wie beim Menschen gehen auch bei der Katze manche Darmentzündungen mit einem Wechsel von
Durchfall und Verstopfung einher. Manche wirken sich nicht auf das Allgemeinbefinden aus, wenigstens
nicht sofort; bei anderen verschlechtert sich der Zustand der Tiere schnell, einige sind Symptome einer
Allgemeinerkrankung. Man unterscheidet unter ernährungsbedingter (drastische Umstellung der
Ernährung), viraler ( meist als Symptom schwerer Allgemeinerkrankungen), bakterieller (meist durch
Kolibakterien verursacht), chronischer (wahrscheinlich allergischen Ursprungs) und durch Parasiten
hervorgerufener Darmentzündung.

Darmerkrankungen
Symptome: - fehlender Appetit - Durchfall - Erbrechen - Verstopfung - nicht immer Temperatur 

Darmpech
Dunkelbraungrüner, zäher Inhalt des Enddarms von Neugeborenen. Wird in den ersten Stunden nach der Geburt wieder ausgeschieden. 

Darmverschluss
Darmverstopfung. 

Darmverstopfung
Bei länger andauernden Darmverstopfung sofort einen Arzt aufsuchen. 

Depression
Zu Depressionen kann es bei zu enger Käfighaltung oder im Tierheim kommen.

Dermatitis
Hautentzündungen. 

Dermatomykosen
Hautpilzbedingte Erkrankungen. 

Desinfektion
Im Normalfall nicht nötig. Falls doch sollten möglichst die Stellen desinfiziert werden, an denen sich die
Katzen am häufigsten aufhalten, wie z. B. Kissen Schlaflager und Ritzen am Boden oder zwischen
Schränken. Ihnen und Ihrer Katze zuliebe, versuchen Sie es doch mit natürlichen Desinfektionsmethoden. 

Diabetes mellitus
Zuckerharnruhr. Erkrankung der Bauchspeicheldrüse, wobei mit dem Harn Zucker ausgeschieden wird. 

Diarrhöe
Durchfall. Nach einem Fasttag (nur schwarzer Tee der leicht gesalzen sein soll) stets kohlenhydratarme
und eiweiß- und wirkstoffreiche Nahrung zum Verzehr geben. 

Diät
Nur nach Absprache mit dem Arzt. Außer Sie legen einen Fasttag in der Woche ein. Doch dann sollte das
Tier mit ausreichend Flüssigkeit versorgt werden. 

Dickdarm
Ist ca. 20 - 45 cm lang und wird in den Blinddarm, den Grimmdarm und den Enddarm eingeteilt. 

Durchfall
Diarrhöe
E
Eingabe von Medikamenten
Das Unterschieben von Arzneimitteln mit dem normalen Futter gelingt selbst bei Lieblingsspeisen nur in
den seltensten Fällen. Bei herabgesetztem oder fehlendem Appetit bleibt Ihnen nur die Zwangseingabe
übrig. Dieses lässt sich am Besten durch zwei Personen bewerkstelligen. Die erste Person sollte die Katze
so halten, dass sie niemanden verletzen und fliehen kann. Die zweite Person sollte dann die Tablette
möglichst weit nach hinten auf die Zunge der Katze legen. Die Katze sollte solange gehalten werden bis
sie die Tablette auch wirklich geschluckt hat. Bei Einnahme über einen längeren Zeitraum empfiehlt es
sich das Medikament im Wasser oder Tee aufzulösen und es ihr mit Hilfe einer Spritze in den Mund zu
spritzen. Dabei ist darauf zu achten, dass die Spritze seitlich in den Mund der Katze eingeführt wird.
Auch sollten Sie darauf achten, dass Sie tröpfchenweise injizieren um ein Verschlucken der Katze zu
vermeiden. 

Emklapsie
Plötzlich einsetzende, schwere Krampfanfälle entweder in den Tagen vor der Geburt oder in den
folgenden 8 Tagen. 

Ektoparasiten
Auf der Haut schmarotzende Gliedertiere, die sich entweder vom Blut oder Hautzellen ernähren und durch
ihre Anwesenheit bzw. Stoffwechselprodukte den Wirt belästigen oder schaden. - Flöhe - Läuse -
Haarlinge - Zecken - Ohrmilben 

Ektropium
Augenliederkrankung. 

Ekzem
Häufigste Form der Katzenhautkrankheit. Flächenhafte, mit Juckreiz einhergehende Entzündung der
oberflächlichen Hautschichten. Bevorzugt erkranken langhaarige Edelkatzen und Europäische Kurzhaar,
sehr viel seltener Siamkatzen. 

Elektrolytlösungen
Meist isotonische, der Blutzusammensetzung entsprechend wäßrige Salz- und Nährstofflösungen, die zur
künstlichen Ernährung oder bei schweren füssigkeitsverlustreichen Erkrankungen(Durchfall) vom Tierarzt
injiziert werden. 

Endocarditis
Entzündung der Herzinnenhaut. 

Endoparasiten
Im Katzenkörper schmarozende Einzeller oder Würmer, die dem Tier durch Blutentzug, die Stoffwechsel
produkte entziehen oder mechanisch schaden. 

Epilepsie
Sammelbegriff für Anfallsleiden, das bei verschiedensten Erkrankungen als Symptom auftritt. Beispiels-
weise: - mangelhafte Sauerstoffversorgung des Gehirns, - zu wenig Blutzucker, - Vergiftung durch
Chemikalien, - Harnvergiftungen, - schwere Spulwurmbefall.  In schwerer Form: - Bewusstlosigkeit, -
andauernde Krämpfe, - Speichelfluss, - Kau- und Schnappbewegungen, - Ganzkörperzuckungen ohne
Bewusstseinsverlust.

Erbfehler
Genetischer Defekt. 

Erbrechen
Nach Gras- oder faserreicher Grünpflanzenaufnahme normal, ebenso zur Entleerung der abgeputzten
Haare, die teilweise verknäult erscheinen. Häufiges Erbrechen kann auf eine Erkrankung hindeuten.
In jedem Fall den Tierarzt zur Abklärung aufsuchen. 

Exsikkose
Austrocknung des Körpers. 
F

Fehlgeburt
Abortus 

Fettsucht
Adipositas 

Fiebermessen
Es empfiehlt sich, ein Thermometer eigens für die Katze anzuschaffen. Denn das übliche Thermometer ist
zu dünn und kann sehr schnell brechen. Es gibt spezielle Katzenthermometer mit Plastikhüllen zum
drüberziehen, damit eine einwandfreie Hygiene garantiert wird. Zum Messen der Temperatur sollten
zwei Personen gegenwärtig sein, eine Person sollte die Katze so halten, dass sie sich nicht befreien kann.
Die zweite Person führt das Thermometer langsam und unter Drehbewegungen in den After der Katze
(verwenden sie hierfür speziell erhältliches Gleitmittel). Nach ca. 2 bis 3 Minuten hat man den Wert
ermittelt. 

Filialgeneration
Parentalgeneration 

FIP Erreger

Coronaviren - Inkubationszeit: Wochen bis Jahre - bevorzugt erkranken: Katzen unter 1 Jahr und dann
wieder ältere.
Ansteckung: Speichel, Kot, Harn. Achtung beim gemeinsamen benützen von Fressgeschirr oder Katzen-
toiletten. Widerstandsfähigkeit des Virus in der Außenwelt: gering - Formen: die "feuchte Form" macht
die Bauchwassersucht (eigentlich ja "feline infectiöse peritonitis"), die "trockene Form" verursacht an
verschiedenen Organen granulomatöse Veränderungen (z.B. an den Nieren, der Leber, Lunge, Darm,
Netz usw.), auch zentralnervöse Formen sowie Augenformen werden durch die trockene Form
verursacht. Beide Arten können auch gemischt vorkommen 
Symptome: Lethargie, Appetitlosigkeit, Fieber, Ikterus (Gelbsucht), Durchfall und bei der feuchten Form
das birnenförmig (!!!) vergrößerte Abdomen. Diagnose: im Blut durch den sogenannten "FIP-Test",
welcher den Antikörpertiter bestimmt, nicht das Virus selbst nachweisen kann; sagt also nur aus, dass
die Katze einmal mit dem Virus in Berührung gekommen ist und Antikörper gebildet hat! Dieser Titer
erlaubt keine prognostische Aussage und darf ohne klinisch manifeste Symptome nie als Euthanasiegrund
herangezogen werden! Seit einiger Zeit Nachweis viraler Nucleinsäuren (damit direkter Coronavirusnach
weis) mittels "PCR"....da aber auch hier viele Faktoren mitspielen, die zu erläutern hier den Rahmen s
prengen würde, ist auch diese Methode keine perfekte in der Prognostik. Impfung: seit einigen Jahren
am Markt "Primucell", erfolgt in die Nase der Katze, Wirksamkeit umstritten. Prognose : man ist hier
geteilter Meinung, die Mehrheit meint, die Erkrankung verlaufe stets tödlich.
Dem ist entgegen zu halten, dass weder jede Katze, die sich infiziert hat, auch tatsächlich an FIP
erkranken muss und dass es immer wieder Fälle gibt, bei denen der Titer auf Null sinkt, sowie Fälle von
Spontanheilungen. Zur Therapie ist ebenfalls zu sagen, dass sich hier die Geister scheiden, man aber
allgemein sagt, es gebe keine kausale Therapie, allenfalls eine symptomatische......auch hier würde eine
Erklärung zu sehr in die Tiefe gehen!

Flohbefall
Wenn Katzen von Flöhen befallen sind sollten Sie am besten einen Tierarzt aufsuchen. Die meisten Mittel
lassen sämtliche Flöhe binnen 24 Stunden absterben. Da sich allerdings Flöhe nicht permanent auf ihren
Wirt befinden ist damit zu rechnen, dass ihre Eier an den Lieblingsplätzen der Katzen aufzufinden sind.
Diese sollten konterminiert werden. Diese Prozedur sollten Sie möglichst zweimal innerhalb von vierzehn
Tagen wiederholen, denn es dauert ca. 4 bis 12 Tage bis die Flöhe aus ihren Larven schlüpfen. 

Frühgeburt
Wird das Katzenjunge vor dem 57 Tag zur Welt gebracht, spricht man von einer Frühgeburt. In diesem
Fall kann ist es schwierig sein das Junge am Leben zu erhalten. 

G

Gastritis
Magenschleimhautentzündung Symptome: - Erbrechen - verminderte Lebhaftigkeit - verminderter
Appetit 
Ursache: - Unverträgliche Nahrung Bei einer Gastritis sollten Sie die Katze mindestens 12 h fasten lassen.

Gastroenteritis
Magen-Darm-Entzündung. Ursache: - bakterielle Infektion - Vergiftung - Futterallergie 
Symptome: - Erbrechen - Durchfall

Gebährmuttererkrankungen
Symptome: - Mattigkeit - Fieber - blutig-eitriger Ausfluss - Futterverweigerung 

Gebissfehler
Karpfenbiss oder Hechtbiss. 

Gehirnerschütterung
Commotio cerebri. 

Gehörgangentzündungen
Parasitäre Entzündung, hervorgerufen durch Milben. Milben werden direkt übertragen (durch gegen-
seitiges Putzen). Sie sollten, wenn Ihre Katze Milben aufweist sofort gegen die Milben angehen
(Pulver). Chronische Fälle müssen operiert werden. 

Generalfehler
Gilt für alle Katzen. Schädigung der Wirbelsäle, der Augen, des Gebisses und/oder auch Schädigung
an inneren Organen. Geburtsfehler. 

Genitalerkrankung
Beim Weibchen tritt eine Anomalie nur selten auf. z. B. - nichtdurchgängiges Jungfernhäutchen, so dass
die Gebärmuttersekrete nicht korrekt auslaufen können. Nur operativ zu beseitigen.  - Tumor an
Scheide und Eierstöcke. In diesem Fall ist der Ausfluss blutig oder eitrig. - Gebärmutterverdrehung
Die Katze erbricht, der Bauch schwillt einseitig an und ist extrem schmerzempfindlich und die Katze
ist sehr matt.  Beim Männchen:  -wird der Kater zu früh kastriert, kann es passieren, dass sich der
Penis nicht von der Vorhaut trennt. Dadurch kann der Kater seinen Penis nicht richtig putzen und
bekommt eine schmerzhafte Entzündung. In diesem Fall muss der Penis entfernt werden. Des
weiteren können sich die Hoden nicht richtig entwickeln und verklemmen sich zwischen den Leisten.
Kastration wird erforderlich. - Verletzungen durch Bisse und Kratzen bei Kämpfen. Dabei können
starke Schwellungen und eitrige Entzündungen auftreten, ebenso Fieber und Apathie. Fast immer
einseitige Kastration.

Glaukom
Grüner Star. Augenerkrankung 

Glossitis
Zungenentzündung, Entzündung der Mundschleimhaut nach Verbrennung, Verätzungen.
Symptome: - Futterverweigerung - vermehrte Speichelabsonderung - Lustlosigkeit - unangenehmer
Geruch aus der Mundhöhle
- Zunge gerötet und leicht geschwollen - Bläschenbildung. Bei schweren Fällen Zungenamputation. 

H

Hakenwurmbefall
Für Jungkatzen die in feuchten, warmen Zwingern leben besteht die Gefahr sich mit 4 - 18 mm
langen Rundwürmern zu infizieren. Diese nisten im Dick- und Dünndarm und saugen täglich
0,12 ml Blut. Das kann unter Umständen bis zum Tot der Katze führen. Symptome: - Blasse
Schleimhäute - blutiger Durchfall. Behandlung durch den Arzt. 

Harnblasenentzündung
Nach Unterkühlung oder durch bakterielle Infektion. Häufiges Harnen, wobei nur wenige Tropfen,
manchmal bluthaltigen Urins abgesetzt werden. Durch Wärme und rechtzeitige Behandlung gute
Heilungstendenz.  

Hautjuckreiz
Die Katze zieht sich über das normale Putzen und Kratzen Wundstellen zu. 

Hecheln
Da die Katze nur an Sohlen, Zehballen, an den Lippen, am Kinnwinkel, in der Zitzenumgebung und
am After Schweißdrüsen besitzt muss sie bei erhöhter Temperatur zu Hecheln beginnen, dadurch
wird Ihr Schweiß absorbiert und ihre Körpertemperatur reguliert. 

Hechtbiss
Angeborene Verkürzung des Oberkiefers. Vorbiss. 

Herpesvirus
Hauptsächlicher Erreger des Katzenschnupfens. Inkubationszeit 5 - 7 Tage. 

Herzerkrankungen
Kommen häufiger bei älteren Katzen vor. Anzeichen dafür: Husten, schwere Atmung (Katze atmet
bei geöffnetem Mund), Abmagerung könnte auf ein Herzleiden hindeuten. Kann andere Blutwerte
negativ beeinflussen, z.B. Nieren. Viele Tierärzte scheinen darauf nicht aufmerksam zu werden und
behandeln oftmals die Symptome im Hinblick auf eine andere Krankheit - Niereninsuffizienz. Als Ursache
kommen außer Infektionskrankheiten vor allem chronische Erkrankungen der Leber, der Nieren und
anderer Organe in Betracht. Manchmal liegt ein Herzklappenfehler zugrunde. Das Herz kontrahiert
sich nicht mehr maximal. Es wird müde und schwach. Sein Schlagvolumen nimmt ab. Das Blut wird
nur noch unvollständig aus den Kammern ausgetrieben. Es kommt hierdurch zu Blutstauungen, die
im Laufe der Zeit zu einer Überdehnung der Herzwand und damit zu einer Herzerweiterung führen
können. Bis zu einem gewissen Grad vermag sich der Körper diesem Zustand anzupassen.
Bei einer Störung dieses Gleichgewichtes durch Überanstrengung oder hinzukommende Krankheiten
sowie bei stärkerer Ausprägung des Herzschadens machen sich die Erscheinungen der Herzschwäche
bemerkbar. Sie äußern sich in Kurzatmigkeit bis hin zu hochgradiger Atemnot, in Teilnahmslosigkeit
und Appetitlosigkeit. Oft nehmen die Katzen eine sitzende Stellung ein, sind ruhelos und atmen mit
offenem Fang. Bei fortgeschrittener Erkrankung weisen Zunge und Schleimhäute eine bläuliche Farbe
auf (Zyanose). Infolge Stauungen im kleinen Kreislauf stellt sich mitunter Husten ein, wobei gleichzeitig
weißer Schaum herausbefördert wird. Die Herzschwäche zieht auch andere Organe in Mitleidenschaft,
besonders die Leber und Nieren. Hin und wieder hat dies eine Bauch- oder Brustwassersucht zur Folge.

Holzbockbefall
Nur bei freilaufenden Katzen während der Sommermonate. Zecken lassen sich von Sträuchern oder
ähnlichem auf das Tier fallen und bohren ihren Kopf in die Haut und trinken das Blut. Mit einer
speziellen Infektion kommen. 

Homologie
Übereinstimmung. In den diploiden Körperzellen der Katzen sind jeweils 2 Chromosomen. Sie
werden als homologe Chromosomen bezeichnet. Eine Ausnahme bilden die Geschlechtchromosomen. 

Hysterektomie
Entfernung der Gebärmutter 

 
I

Ikerus
Gelbsucht. Augen, Mundhöhle oder Ohrmuschel färben sich gelb. Die Ursache ist meist eine Leberer-
krankung. Symptome: - Erbrechen, - starker Durst, - Untertemperatur, - heller oder dunkelgrüner
Urin oder - weißlicher bis hellgrüner Kot.
Auf jeden Fall Tierarzt aufsuchen. 

Immunglobulie
Eiweißstoffe mit Antikörperaktivität. Ist in der Milch der Katzenmutter und wird von den Jungen
aufgenommen. Bildet eine Abwehrsystem. 

Immunität
Erworbene Unempfänglichkeit gegen einen spezifischen Krankheitserreger durch körpereigene
Antikörper. Nachdem eine Katze eine Infektionskrankheit überwunden hat, haben sich auch Antikörper
gebildet, die verhindern dass dieselbe Krankheit nochmals zum Ausbruch kommt. Was nicht zu
bedeuten hat, dass die Katze nicht in der Lage ist andere Katzen anzustecken. 

Impfungen
Krankheit Grundimmunisierung 1. Impfung 2. Impfung Auffrischungen 
Katzentyphus
mit 9 Wochen möglich 2 Injektionen im Abstand von 3 Wochen nächste Impfung 1 Jahr danach alle
zwei Jahre  Katzenschnupfen mit 9 Wochen möglich 2 Injektionen im Abstand von 3 Wochen nächste
Impfung 1 Jahr danach jährlich  Chlamydiose mit 9 Wochen möglich 2 Injektionen im Abstand von
3 Wochen nächste Impfung 1 Jahr danach jährlich  Katzenleukose (FeLV) mit 9 Wochen möglich
1. Impfung ab dem Alter von 3 Monaten 2. Impfung genau 1 Jahr nach der ersten jährlich.  Tollwut
1. Impfung ab dem Alter von 3 Monaten 2. Impfung genau 1 Jahr nach der ersten jährlich 
Außer der Impfung gegen Tollwut ist keine andere vorgeschrieben, sie sind jedoch dringend zu
empfehlen.
Wichtig ist, dass das Tier zum Zeitpunkt der Impfung gesund sein muss, da die Immunitätsausbildung
sonst gefährdet ist. 

Infektionskrankheit
Krankheiten, die durch einen Erreger in den Körper gelangen und nach einer bestimmten Zeit
(Inkubationszeit) zum Ausbruch kommen. Diese Erreger werden über Schleimhäute, Kot, Husten, Urin
oder Blut übertragen 

Infektiöse Anämie
Ansteckende Blutarmut. Vorwiegend bei Jungkatzen (1-3 Lebensjahr). Die Übertragung ist noch nicht
geklärt, es wird jedoch angenommen, dass es durch Zecken, Flöhe, Insekten, Kratz- und Bisswunden
übertragen wird. 

Inkubationszeit
Ist die Zeit die zwischen der Ansteckung einer Krankheit und den ersten Krankheitszeichen liegt.
Die Inkubationszeit ist unterschiedlich und hängt von der jeweiligen Krankheit, der Anzahl der e
in-
gedrungenen Erreger und der Widerstandsfähigkeit der Katze ab. 

Insektenstiche
Kommt bei Katzen selten vor. Kann jedoch lebensgefährlich sein, wenn ein Stich am Gaumen oder
in der Speiseröhre ist.
Wird eine Katze von einem Schwarm angegriffen, besteht für die Katze in der Regel keine Überlebens-
chance. 

Insektizidvergiftung

Besonders gefährdet sind freilebende Katzen auf dem Land. Durch ihren Putztrieb nehmen sie die Gifte
auf die sich auf ihrem Fell niedergelassen haben. Anzeichen /Auswirkungen :- Krämpfe - Unruhe -
geweitete Pupillen - Erbrechen - Schreien - Exsikkose - Lähmung - Appetitlosigkeit - Koma - Tod

Isospora
Mikroskopisch kleine, einzellige tierische Schmarotzer, die im Darmepithel leben und die Kokzidiose
hervorrufen. Es erkranken ausschließlich Jungtiere.  Symptome: - blutiger Durchfall - Abmagerung -
Anämie. Kann zum Tode führen.

J
K
Kalziummangel
Kalziummangel wird durch einseitige Fleisch- und Tierkörperorgangfütterung: -Leber, -Lunge, -Herz
und -Nieren hervorgerufen. Durch Umstellung des Ernährungsplanes kann dies behoben werden. 

Karbolineumvergiftung
Diese Vergiftung tritt durch den Kontakt mit teerhaltigen Holzschutzmitteln auf, die vom Tier durch
Lecken des Felles aufgenommen wird. Symptome: -Erbrechen, -Durchfall, -Taumeln, -Krämpfe, -
Lähmungen. Unbedingt einen Tierarzt konsultieren.

Karpfenbiss
Bekannt als Überbiss, eine angeborene Verkürzung des Unterkiefers. Vorwiegend bei -Siam, -
Orientalisch Kurzhaar, -Semilanghaar. 

Klistier
Einlauf in den Mastdarm bei Verstopfung, aber auch zur künstlichen Ernährung. 

Knickrute

Bei Siamkatzen oder Burmesen angeborene und vermutlich vererbte Missbildung an der Schwanzspitze,
die unbeweglich ist. 

Kokzidiose
Darminfektion, die durch Ansteckung erfolgt. 

Koliinfektionen
Können nur durch bakteriologische Stuhluntersuchung von anderen Durchfallerkrankungen diagnostiziert
werden, treten eher selten auf. 

Kotverstopfung
Durch falsche Ernährung oder bei sehr fetten und trägen Tieren. 

Kryptorchismus
Fehlen eines oder beider Hoden im Hodensack durch unterbliebenen Abstieg. Nahezu ausschließlich
bei Edelkatzen. Beidseitige Kryptorchiden sind unfruchtbar, einseitige sollten wegen der Erblichkeit
des Leidens kastriert werden. 
L
Larva migrans
Wanderlarve des Spulwurms, die auch im Menschen Schaden anrichten kann. 

Läuse
Die gelblich weißen, blutsaugenden Insekten sind nur bei ungepflegten oder durch andere Krankheiten
geschwächten Tieren zu finden. Die Läuse werden durch direkten Kontakt übertragen. Die ca. 1mm
langen Nissen werden an die Haare geklebt. Das Fell sieht schmutzig aus und riecht eigenartig.
Bei Massenbefall hilft nur noch Haare scheren. Vorsichtig mit Alugan waschen und im wöchentlichen
Abstand mindestens 3mal wiederholen, damit alle inzwischen geschlüpften Läuse vernichtet werden.
Eiweiß- und Vitaminreich füttern. Auf jeden Fall den Gesundheitszustand der Katze vom Tierarzt
überprüfen lassen. 

Lebererkrankungen
Werden nach Vergiftungen oder als Folge chronischer Infektionskrankheiten in Form allgemeiner
Gelbsucht erkennbar: Urin gelblich oder dunkelgrün, Kot hell oder grünlich. Das Allgemeinbefinden
ist stets beeinträchtigt gekoppelt mit -Appetitlosigkeit, -Erbrechen oder Durchfall. Leberschonkost:
Fett frei, leicht verdauliche Zucker (Traubenzucker, Bienenhonig, Gebäck), Quark, sowie zerkleinerter
gekochter Fisch (mager). Im Bedarfsfall künstliche Ernährung und Elektrolytersatz zum Ausgleich des
hohen Wasserverlustes.

Letalfaktoren
In allen Populationen gibt es Allele, die zu Defekten oder zum Tode des Trägers führen können. Diese
oftmals rezessiven Allele werden je nach ihrer Wirkung als subvitale, semiletale oder letale Faktoren
bezeichnet. Als Letalfaktoren bezeichnet man Allele, die den Tod des Tieres hervorrufen. Semiletale
Faktoren führen bei mehr als 50% der Trägertiere, subvitale bei weniger als 50%; der Trägertiere
zum Tode. Bei Katzen ist die dominante Schwanzlosigkeit als Letalfaktor bekannt. Nur heterozygote
Katzen sind lebensfähig. 

Lungenblutungen
Sind nach Unfällen ganz und gar nicht selten. Erschwerte Atmung sowie hellrotes, schaumiges Blut
aus Mund und Nase. Lungenblutungen werden gelegentlich auch durch Lungenwurmbefall oder
Geschwüre verursacht. Die Patienten sind dann zumeist stark abgemagert und haben ein stumpfes,
glanzloses Fell. Die erschwerte Atmung sowie zunehmender Husten sind auffällige Merkmale. 

Lungenerkrankungen
Meist vom Katzenschnupfen ausgehende Bronchitis oder Pneumonie, Bronchialasthma. Anfallsweise
auftretende Atemnot infolge einer Verengung der Bronchien. Die Schleimhäute sind bläulich gefärbt. 

Lungenwurmbefall
Lungenwürmer sind etwa 4-10mm lange, haardünne Rundwürmer, die in den Lungenbläschen
schmarotzen. Dort schlüpfen auch die Larven, welche dem Luftstrom entgegen wandern und vom
Wirt ausgehustet, abgeschluckt und mit dem Kot ausgeschieden werden. Schnecken fungieren als
Zwischenwirte, kleine Nager oder Reptilien als Transport- oder Wartewirte.
Nach Verzehr der Zwischen - oder Transportwirte setzt sich die Blutwanderung zur Lunge in Gange. 

Lymphgefäßsystem
Die Lymphgefäße transportieren die Lymphe, welche vor allem Transport- und Abwehrfunktionen
erfüllt. In den Lymphknoten wird sie gefiltert und auf etwaige Fremdstoffe kontrolliert bzw. gereinigt.
Für die Beurteilung von Krankheiten z.B. ist die Kenntnis dieser Gebiete von Bedeutung. 

Lymphosarkom
Leukämie - Lymphosarkomkomplex 

Lyssa
Tollwut 
M
Magen-Darm Entzündung
Gastroenteritis 

Magenerkrankungen
Bei Magenerkrankungen spricht man in erster Linie von Entzündungen (Gastritis), die oft von
verschluckten Fremdkörpern verursacht werden. Anzeichen dafür sind mangelnder Appetit sowie
Erbrechen meist kombiniert mit Darmentzündungen.

Mammatumor
Unter Mammatumor versteht man eine Geschwulst der Milchdrüsen, die bevorzugt in der zweiten
Lebenshälfte auftritt. Die anfänglich kleinen Gebilde wachsen unterschiedlich schnell und können auch
auf das benachbarte Gewebe übergreifen. Oftmals bösartig mit Tendenz zur Tochtergeschwulstbildung
(Metastasierung). Bei frühzeitiger Erkennung und vollständiger operativer Entfernung bestehen gute
Heilungsaussichten 

Mangelerkrankungen
Können schon bei jungen Kätzchen aufgrund einseitiger Ernährung auftreten. Zu Beginn durch
ausgewogene Kost (ganze Tierkörper mit Fell) schnell zu beheben. In späteren Stadien können
Symptome wie Nachtblindheit, verzögertes Wachstum, erhöhte Infektionsanfälligkeit sowie Fort-
pflanzungsstörungen, Totgeburten und missgebildete auftreten. 

Mastitis
Unter Mastitis bezeichnet man eine Entzündung der Milchdrüsen. Beginnt meist als Milchstauung
aufgrund von Tod oder zu schnellem Absetzen der Jungen. Bei geduldigen Katzen kühlende Umschläge
anlegen, doch meist sind Antibiotika und eine chirurgische Behandlung notwendig. 

Megakolon
Krankhafte Erweiterung des Dickdarms. Immer auffällig durch lang anhaltende Kotverstopfung.
Entweder angeboren oder als Folge von einseitiger, ballastarmer Ernährung. Im Anfangsstadium
durch ballastreiche Fütterung vollkommen heilbar. Im fortgeschrittenem Stadium selbst durch
Operation nicht immer heilbar. 

Mikrosporie
Hautpilzerkrankung. Sie wird durch Microsporum canis oder Microsporum gypseum hervorgerufen.
Bleibt jedoch meist ohne Symptome. Die Katze spielt eine wesentliche Rolle als Überträger. 

Milchmangel
Aufgrund von Frühgeburt, bei oder nach schweren Erkrankungen, entzündlichen Veränderungen der
Brustdrüsen oder Zitzen. Relativ häufiges Auftreten bei Erstgebährenden oder übergewichtigen Katzen.
Durch Hormone oder regelmäßiges Anlegen der hungrigen Jungtiere häufig zu beheben. Die Gabe von
Vitaminen und Eiweiß kann die Milchproduktion des Muttertieres unterstützen. 

Mineralstoffmangel
Im gesunden Organismus werden die notwendigen Elektrolyte (Na, K, Mg, P, Ca, Chloride) durch den
Stoffwechsel (Darm und Nieren) im erforderlichen Gleichgewicht gehalten. Deshalb sind Störungen
vor allem bei erheblichem Flüssigkeits- und Elektrolytverlust durch Erbrechen und Durchfall, aufgrund
von Erkrankungen der Nieren, Leber, Magen und Darm zu erwarten. Vorgefertigter Nahrung sollten
stets Vitamine und Mineralstoffe zugesetzt werden. 

Mykosen
Mykosen sind durch Pilze bedingte Erkrankungen. Entweder als Dermatomykosen oder System-
erkrankungen. Durch vorausgegangene Antibiotika-Behandlungen wird die Abwehrkraft soweit
geschwächt, dass sich verschiedene Schimmelpilze im Darm, den Lungen oder anderen Organen
ansiedeln und lebensgefährliche Erkrankungen verursachen können.
N

Nackenbiss
Der Nackenbiss kann bei Katzen in 3 verschiedenen Formen auftreten.
Als Tötungsbiss. Bei der Paarung, als Zugriff des Katers im Nackenfell der Katze. Beim Transport der
Jungtiere durch das Muttertier. Im 2.und 3. Fall existiert eine durch das Zentralnervensystem gesteuerte
Hemmung, die das tödliche Zubeißen verhindert. Alle Beutetiere, werden vor dem Auffressen durch
einen gezielten Biss in den Nacken getötet. Normalerweise tritt der Tod der Beute daraufhin sofort ein.
Auch im Rivalenkampf wird der Tötungsbiss angewendet, doch flieht die unterlegene Katze meist bevor
es zum äußersten kommt. Bei der Paarung fasst das Männchen das Weibchen mit dem Gebiss im
Nackenfell, bevor es über sie tritt und die Begattung vollzieht. Einerseits hält dieser Biss die Katze
fest und andererseits gewährt er dem Kater Halt. Man sollte Katzen nie nur im Nackenfell fassen
und hochheben, da sie sich sonst angegriffen fühlen und sich daraufhin eventuell wie im Kampf zur
Wehr setzen könnten.

Nasenbluten
Tritt Nasenbluten einseitig auf ist es meist ein Hinweis für eingedrungene Fremdkörper oder Geschwüre.
Tritt es beidseitig auf, so kann eine heftige Entzündung oder ein Unfall dafür verantwortlich sein. Bis
zur tierärztlichen Versorgung, die selbstverständlich sofort in Anspruch genommen werden muss,
mit Eisbeuteln oder kalten Kompressen kühlen und Ruhe für das Kätzchen gewährleisten. 

Nickhaut
Die sogenannte, normalerweise nicht sichtbare Nickhaut schiebt sich zwischen Pupille und Augenlider,
damit werden Fremdorganismen erkannt und beseitigt. Hierbei handelt es sich um Krankheitserreger,
körperfremdes Gewebe oder sonstige Fremdstoffe. Ist die Nickhaut Ihres Kätzchens deutlich zu sehen
muss man von einer Erkrankung ausgehen und einen Tierarzt aufsuchen. 

Nidationsverhütung
Hormonspritzen, welche die Einnistung der befruchteten Eizellen in der Gebärmutterschleimhaut
verhindern. Entweder 24 h nach dem Deckakt mit Gestagen oder innerhalb der folgenden 5 Tage
3mal mit Östrogenen. Nicht Risikofrei!

Nierenerkrankung
Entzündungen der Nieren sind relativ häufig.
akute Nephritis:
welche nur selten typische Krankheitszeichen, wie aufgekrümmter Rücken, Berührungsschmerz bei
Betastung der hinteren Bauchhälfte aufzeigt. Meist mit Fieber, Apathie und Futterverweigerung
verbunden. Häufig in Folge von Vergiftungen, akuten Infektionskrankheiten, selten nach Unfällen.
Ohne Laboruntersuchungen nicht sicher erkennbar.
chronische Nephritis:

weit verbreitetes Leiden, vor allem bei älteren Katzen. Die Fähigkeit der Niere harnpflichtige Stoffe
zu eliminieren ist eingeschränkt. Die Katze ist meist durstiger als normalerweise. Das Fell ist stumpf
und glanzlos. Nickhautvorfall. Je nach Ausprägung des Leidens Durchfall, Erbrechen und nicht heilende
Ekzeme. 
Harnvergiftung:
Zustand, der das unabwendbare Ende der meisten chronischen Nephrosen signalisiert. Ständiges
rapider Kräfteverfall, Untertemperatur, Tod.  Nierengeschwülste: meist als Symptom oder in Folge
von Leukämie.  Krankheitsverlauf ist sehr wesentlich durch zweckentsprechende Diät beeinflussbar,
nach Absprache mit dem Tierarzt leicht verdauliche, je nach Form eiweißreiche oder eiweißreduzierte
Kost reichen. Mehrere kleine Tagesportionen, z.B. hartgekochte Eier, Quark, Traubenzucker,
Bienenhonig. 2mal täglich 1Tl Bohnenkaffee oder schwarzen Tee. Flüssigkeitsverluste ausgleichen.
Zur Sicherheit von allen Katzen jenseits das 6. Lebensjahrs in kürzer werdenden Abständen
Harnkontrollen durch tierärztliches Labor vornehmen lassen. 

Notoedres-Räude

Durch mikroskopisch kleine Milben hervorgerufene, typische "Katzenkrätze". Die Weibchen der Milben
legen ihre Eier in die von ihnen in die obersten Hautschichten gebohrten winkligen Nischen und Gänge.
Bevorzugt erkranken ganz junge, alte und geschwächte Tiere. Ansteckung erfolgt durch direkten
Kontakt oder Pflegegeräte. Auf Mensch, Hund und andere Säugetiere übertragbar. Anfangs als leicht
gerötete, juckende, kleine Ekzeme, später dann flächenhaftere Ausdehnung auf alle Körperregionen.
Haare brechen ab, ständiger Juckreiz, der in warmer Umgebung intensiviert wird. Durch Kratzen und
Scheuern entstehen eiternde Hautwunden, wobei unbehandelt Blutvergiftungsgefahr besteht. Vor
der (Tierarzt!) Behandlung Haare scheren und die Borken mit lauwarmem Seifenwasser ablösen.
Alugan oder andere, gut verträgliche Insektizide mit einer weichen Bürste vorsichtig einmassieren.
Die Behandlung in 8-10tägigem Abstand mindestens 3mal wiederholen.

O

Osteosyntese
Operatives Zusammensetzen gebrochener Knochen durch Draht, Nägel, Splinte, Schrauben oder
Metallplatten. Nur bei Gelenk naher und offener Fraktur nötig. 

Othämatom
Blutohr. Durch häufiges Schütteln oder Kratzen, gelegentlich auch durch einen Unfall, entsteht
ein Bluterguss zwischen Ohrknorpel und darüberliegender Haut. Die Ohrmuschel fühlt sich prall
an und ist anfangs oft warm und sehr empfindlich. Trotz chirurgischer Maßnahmen entwickelt
sich meist eine Verknorpelung der Ohrspitze, sodass sie umkippt

Otitis externa
Unter Otitis externa versteht man eine Entzündung des äußeren Ohres. 

Otitis media
Mittelohrentzündung. Meist als aufsteigende Infektion vom äußeren Gehörgang. Anzeichen dafür
sind schief Halten des Kopfes, Augenzittern, Erbrechen, nicht selten Fieber, stets erheblich
beeinträchtigter Gesundheitszustand. 

Ovariohysterektomie
Entfernung der Gebärmutter und der Eierstöcke.



P
Panleukopenie
Zum Teil starke Verringerung aller weißen Zellen des Blutbildes. 

Panophthalmie
Eitrige Entzündung des gesamten Auges, nicht selten vollständige Zerstörung. Meist in Folge eines
Unfalls, Beißerei, manchmal als Herd einer allgemeinen Infektion. Schnellstmögliche operative Entfernung. 

Particolor, Bicolor
Mehrfarbig, Zweifarbig 

Peritonitis

Bauchfellentzündung. Verursacht durch verschiedenste bakterielle Erreger, die entweder von außen
oder durch entzündete, geplatzte oder Keimdurchlässige innere Organe auf das Bauchfell gelangen.
Stets sehr ernste mit hohem Fieber verbundene Erkrankung. Apathie, Appetitlosigkeit, bei Berührung
schmerzempfindlicher Leib. Durch gezielte Antibiotikagaben, sorgfältige Pflege und künstliche
Ernährung bestehen Heilungschancen. 

Pheromone
Soziohormone. Stoffe, die sowohl vom Kater als auch der Katze ausgeschieden und durch die Nase
wahrgenommen werden. Sie spielen im Sozialverband, in der Beziehung zwischen den Geschlechtern
und bei der Prägung eine bedeutende Rolle. Sie werden unter anderem über Stoffe der Duftdrüsen
ausgeschieden 

Pigmente
Unter Pigmenten versteht man Bestandteile der Zellen mit Eigenfarbe. Das bekannteste Pigment ist
das u.a. in der Haut gebildete Melanin (schwarz). Farbnuancen von Blau, Braun und Lila werden dem
Eumelanin, Gelb und Rot dem Phaeomelanin zugeschrieben. 

Pneumonie
Lungenentzündung. Verschiedenste Auslöser, am häufigsten als Komplikation des ansteckenden
Katzenschnupfens. Bei jungen und geschwächten Tieren gelegentlich tödlich endend. Stets deutlich
erschwerte Atmung, anfangs oberflächlich, später angestrengt mit geöffnetem Fang und
vorgestrecktem Kopf. Meist Fieber, Teilnahmslosigkeit, Husten, nicht immer schleimiger oder
eitriger Nasenausfluss. Häufig auch durch überall vorkommende Bakterien, sehr viel seltener durch
spezifische Erreger (Tuberkulose) verursacht. Sollte trotz mehrtägiger, zielgerichteter Antibiotikagabe
keine Besserung eintreten, würde der Verdacht auf, durch Pilze oder Lungenwürmen verursachte
Entzündungen bzw. Lungengeschwülste fallen. Unterbringung in nicht zu warmen, gut belüfteten
Räumen. Liebevolle, vorsichtige Pflege und Zwangsernährung sind sehr wichtig. 
Q
Quarantäne
Sichere Absonderung infektionsverdächtiger oder als krank bekannter Tiere in besonderen Räumen,
deren Zu- und Ausgang nur über eine Seuchenmatte erfolgt, die so breit sein muss, dass jedermann
sie mit beiden Schuhen betreten kann. Tägliche Erneuerung notwendig!!! Fütterung und Betreuung d
er Tiere muss von einer Person, die keinen Zutritt zu gesunden Tieren hat, übernommen werden.
Dauer, mindestens 14 Tage oder so lange, bis alle Untersuchungsergebnisse die gesundheitliche
Unbedenklichkeit des Patienten einwandfrei belegen. 

Quecksilbervergiftung
Heutzutage sehr selten, jedoch über Nahrungsmittel (Thunfisch) oder defekte Fieberthermometer möglich. Muskelzittern, Taumeln, Durchfälle Schwäche sind unter anderem Anzeichen für eine Quecksilbervergiftung. 
R
Rabies
Tollwut 

Rachitis
Knochenweiche. Im eigentliche Sinne bei der Katze nicht vorkommend. Das durch Phosphorüber-
angebot rachitisch erscheinende Krankheitsbild - verbogene Gliedmaßen und Wirbelsäulenab-
schnitte - ist die Osteogenesis imperfekta

Ranula
Froschgeschwulst. Erhebliche Erweiterung des Speichelgangs. Meistens als Folge eines den
Ausführungsgang verlegenden Speichelsteins. Nur selten durch Wärme und Gabe von Medikamenten,
sicher aber durch Operation zu beheben

Rattengiftvergiftung
Selten direkt durch ausgelegte Giftköder. Meist indirekt, durch Verzehr vergifteter, leicht zu
fangender Ratten oder Mäuse 

Räude
Oberbegriff für alle durch achtbeinige Gliedertiere verursachten Hautkrankheiten. Durch
unterschiedlich ausgeprägten Juckreiz auffällig.

Rekelsyndrom
Stoffwechselbedingte Streck- und Reckbewegung, die vorrangig der Muskeldurchblutung dient.
Aus einer Ruhelage zur Bewegung übergehende Katzen rekeln sich meist. Erhebt sich die Katze
aus dem Ruhesitzen oder der Kauerlage bevorzugt sie den Streckbuckel, welcher mit der Buckel-
stellung im Abwehrverhalten nichts zu tun hat. Schlief die Katze in Seitenhaltung oder eingerollt,
so reckt sie sich zuerst auf den Hinterpfoten hoch und stellt die Vorderpfoten möglichst weit nach
vorn. Meist folgt danach die umgekehrte Handlung. Dies ist oft mit Gähnen, Krallenspiel und
Krallenschärfen verbunden. 

Resorption
Aufsaugung der abgestorbenen Frucht. Selten mechanische Ursachen, meist als Folge von
schweren Infektionskrankheiten. Manchmal durch falsche Ernährung. Sofern nur ein Teil des
Wurfs resorbiert wird fehlen meist deutliche Symptome. Sonst Ausfluss, Mattigkeit,
Appetitlosigkeit und Fieber. 

Ringflechte
Hautpilzerkrankung
S
Salmonellosen
Salmonellosen sind Darminfektionen aufgrund sehr weit verbreiteter Bakterien. Katzen sind weitgehend
resistent und erkranken nur nach Belastung (Stress, massiver Wurmbefall). Ansteckung erfolgt über
Futter, von Tier zu Tier, besonders aber über Beutetiere. Anzeichen für eine Erkrankung sind fieberhafter
Durchfall und Erbrechen. Erkrankte Tiere einzeln halten und persönliche Hygiene besonders beachten.
Hände desinfizieren! Ohne krank zu sein sind etwa 3-5% aller Katzen Salmonellenträger und
Salmonellenausscheider. Genaue Erkenntnis gibt nur eine Stuhlkontrolle. 

Schmarotzer
Parasiten. Tierische Schädlinge, welche in oder auf der Katze leben. 

Schmeißfliegenbefall
Während der warmen Jahreszeit legen Schmeiß- und Fleischfliegen ihre Eier in riechende oder eitrige
Wunden, manchmal bei durchfälligen Tieren in Afternähe. Durch Bakterieneinwanderung verzögerte
Wundheilung, bei Massenbefall kann es zum Tod kommen. Durch sorgfältiges Ablesen, wiederholtes
Baden in warmem Wasser, vorsichtigen Gebrauch von Kontaktinsektiziden, gute Pflege und
energiereiche, hochwertige Ernährung bestehen gute Heilungschancen. 

Schock
Zusammenbruchzustand des Blutgefäßsystems aufgrund erhebliche innerer oder äußerer Blutungen,
schwere, fieberhafte Allgemeinerkrankungen, Vergiftungen, erhebliche Schmerzzustände, wesentlicher
Flüssigkeits- und Elektrolytverlust. Nase, Ohren und Zehen fühlen sich kalt an. Blutdruckabfall (Test:
Durch Daumendruck erzeugte Blässe in der Mundschleimhaut bleibt länger als 1s bestehen!) Pupillen
geweitet.  Schnellstmöglich tierärztliche Hilfe suchen! Auf dem Weg dahin die Katze warm halten und
den Kopf leicht nach unten halten.

Sinusitis
Entzündung der Nasennebenhöhlen. Nicht selten führt chronischer Katzenschnupfen zu Sinusitis.
Weder mit ausgewählten Antibiotika noch durch Operation sicher heilbar. 

Sterilisation
Unter Sterilisation versteht man die Unfruchtbarmachung durch Unterbrechung des Eitransportweges,
z.B. durch Herausschneiden von Eileiter- oder Gebärmutterhornstücken auf beiden Seiten. Meist nur
irrtümliche Bezeichnung für Kastration der weiblichen Katze. 

Stomatitis
Mundentzündung. Bei jungen Katzen meist als Folge von Katzen-Schnupfen-Infektionen. Später meist
durch Zahnstein verursacht. Trotz des meist vorhandenen Appetits haben Katzen Schwierigkeiten Futter
aufzunehmen. Übler Mundgeruch, gerötete und leicht blutende Mundschleimhaut sind Anzeichen dafür.
Die Behandlung gestaltet sich problematisch, da die Ursachen nicht immer erkannt werden. Regelmäßige
Zahnsteinentfernung und wenn möglich, regelmäßig Zähne putzen. 

Stress
Im übertragenen Sinne alle Belastungen, Anforderungen und Schädigungen, die den Organismus zu
typischen Alarmreaktionen veranlassen. Dadurch versucht der Körper, die Auswirkungen der
Alarmsituation abzuschwächen oder zu überwinden. Falls das nicht gelingen sollte treten meist
Anpassungskrankheiten auf. 

Stressverhalten
Zustand einer Katze unter Einwirkung von Belastungsfaktoren verschiedenster Art. Dazu gehören
"sozialer Stress", z.B. durch Haltung mehrerer Katzen in Käfigen, in Tierheimen etc., sowie ungewohnte
Situationen auf Reisen oder Ausstellungen. Ebenso können auch plötzliche Familienauflösung,
tiefgreifende Veränderung in der ständigen Umwelt des Tieres oder längere Abwesenheit der
Bezugsperson, Aussetzung oder ähnliche Situationen zu Stress führen.  Durch Stress werden Katzen
krank und können sogar in besonderen Fällen durch Erhöhung der Infektionsbereitschaft des
Organismus daran zugrunde gehen.

Systemmykosen
Pilzbedingte innere Erkrankungen, die einzelne Organe oder den Gesamtorganismus befallen. 
T
Teaniasis
Bandwurmbefall. Krankheitserscheinungen selten. Der Bandwurm ist als platte, bandnudelartige,
ca. 2cm lange Glieder im Kot erkennbar. Die Behandlung ist nur dann sinnvoll, wenn die Zwischenwirte
vernichtet werden. Am Besten den Freigang unterbinden oder ausschließlich gekochtes Fleisch oder
Fisch füttern. 

Thorax
Brustkorb 

Tollwut
Die gefährlichste Virusinfektion der Katzen. Ansteckung erfolgt nur bei frei lebenden Tieren durch
wilde Fleischfresser (z.B. Marder). Da aber alle Säugetiere empfänglich sind, kann eine Infektion auch
über erkrankte Nager erfolgen. Die Inkubationszeit ist durchschnittlich zwischen 2-8 Wochen, selten
länger als 6 Monate. Der Virus wandert auf Nervenbahnen und vermehrt sich im Rückenmark oder Gehirn.
 Die Krankheit verläuft in 3 Stadien:  Die Katze ist ängstlich, reizbar und überempfindlich gegen Licht,
Geräusche und schnelle Bewegungen. Freundliche Tiere werden angriffslustig, scheue Tiere auf einmal
liebebedürftig.  Stadium der Wut. Starrer, in die Ferne gerichteter Blick, heiseres Miauen, Schielen,
Abschluckbeschwerden, zunehmendes Speicheln. Normales und aggressives Verhalten können sich
schlagartig ablösen. Bedürfnis zu entweichen, zu beißen und unmotiviertes Kratzen. Lähmungsstadium.
Unsicherheit, unfähig zu stehen, von hinten nach vorn fortschreitende Lähmung, Unvermögen zu
schlucken, Tod durch Lähmung der Atmung. Aufgrund der Vieldeutigkeit der Krankheit ist eine exakte
Diagnose nur am toten Tier möglich. In Tollwut gefährdeten Gegenden ist entweder ein generelles
Ausgangsverbot oder eine Schutzimpfung ratsam. Die erste Impfung erfolgt mit 12 Wochen, nach 6
Monaten eine Wiederholung und dann jährliche Impfung. Wegen Lebensgefahr direkten Kontakt mit
den Tieren vermeiden. Falls dies unumgänglich ist, nur mit dicken Handschuhen anfassen und das
Tier zum Tierarzt oder zur nächsten Polizeidienststelle bringen. Auf jeden Fall baldmöglichst einen
Arzt zwecks Schutzimpfung aufsuchen!

Toxoplasmose
Katzen sind Endwirt des auch für den Menschen nicht ungefährlichen tierischen Einzellers. Die Mehrzahl der Katzen sind symptomlose Träger und Ausscheider. Durch Sulfonamide ist eine Heilung möglich. Schwangere und junge Frauen sollten den Kontakt zu freilaufenden Katzen meiden. 

Trichinellose/Trichinose
Hervorgerufen durch den Verzehr rohen Schweinefleisches oder von Beutenagern, in deren Muskulatur
die eingerollten Larven des schmarotzenden Wurmes leben. Die Larven werden durch den Blutstrom
in die von ihnen bevorzugte Körpermuskulatur gebracht, wo sie sich einrollen und jahrzehntelang
ansteckungsfähig bleiben können. Ein steifer Gang ist ein Anzeichen für einen möglichen Befall, der
massiv auftretend auch zu Todesfällen führen kann. Zur Vorsorge keine rohen Schweineabfälle füttern! 
U
Urämie
Harnvergiftung. Aufgrund chronischer Nierenerkrankungen, Harnsteinleiden oder ähnlichem.
V
Verhalten nach Operationen
Man sollte das frisch operierte Tier warm, ruhig und ebenerdig unterbringen. Möglichst in einem
abgedunkeltem Raum ohne Sprung- und Klettermöglichkeiten. Appetit, Durst, Pflegeverhalten,
Körpertemperatur, Harn- und Kotabsatz müssen täglich kontrolliert werden. Bei unnatürlichem
Verhalten umgehend den Tierarzt konsultieren. Leichtverdauliches, vitaminreiches Futter in kleinen
Portionen verabreichen. Strikte Ausgangssperre! 

Verhaltensstörung
Die Domestizierung bescherte der Katze besondere Lebensumstände. Das Zusammenleben mit dem
Menschen zwingt sie eine bestimmte Art der Kommunikation anzuwenden, doch längst nicht alle
Menschen verstehen diese Sprache der Katze. Außerdem kann unsere Lebensweise, die alles andere
als naturnah ist, das Tier verwirren. Diese beiden Faktoren tragen manchmal maßgeblich zur
Entstehung von Verhaltensstörungen bei Katzen bei. Trotzdem verfügt die Katze über eine
bemerkenswerte Ausgeglichenheit. Die häufigsten Probleme sind Aggressivität, Angst, Unsauberkeit
und Zerstörungswut.
Depressionen und Stressfolgen hingegen führen selten zu einem Tierarztbesuch, da das Tier in solchen Fällen wenig Antrieb hat und sich zurückzieht, also seinen Besitzer nicht stört. 

Verschleißkrankheiten
Vorwiegend Alterserscheinungen, wie Nierenentzündung, Bewegungsstörungen, Zahnausfall.
Diese Verschleißkrankheiten können jedoch auch durch falsche Fütterung hervorgerufen werden. 

Vibrissen
Tasthaare, Bart- oder Schnurrhaare. An deren Wurzeln enden viele Nerven, sodass die Katze alles
wahrnimmt, was die Haare berührt. Kräftige Muskeln können diese nach vorn richten. Mithilfe dieses
Systems tastet das Tier die Umrisse seiner Beute ab und findet die Stelle, an der es seine Zähne zum
tödlichen Biss ansetzen muss. Für den Menschen ist es wichtig zu wissen, dass eine Katze, die ihre
Barthaare nach vorn richtet, eventuell zum Beißen bereit ist. 

Vitaminmangelerkrankungen
Mangelerscheinungen können bei zu einseitige Ernährung oder schweren Krankheiten auftreten.
Bei ausgewogener Fütterung wird der Bedarf an Vitaminen ausreichend gedeckt.
W
X
Y
Z

Zahnerkrankungen
Zahnerkrankungen treten relativ häufig bei Katzen auf. Dem Katzenhalter fallen diese Erkrankungen
meist erst durch Futterverweigerung (Schmerzen beim Fressen) oder Mundgeruch der Katze auf.
Karies
Karies entwickelt sich oft aufgrund von Zahnstein. Kariöse Zähne sollten gezogen werden. 
Zahnfisteln
Auffälliges Merkmal ist eine verschwollene Gesichtshälfte sowie Fieber und Appetitlosigkeit. 
Zahnfleischgeschwüre
Kommen relativ selten vor. Es empfiehlt sich Zahnerkrankungen durch regelmäßiges Zähneputzen
mit spezieller Katzenzahnpasta entgegenzuwirken. 

Zahnstein
Ungefähr ab dem dritten Lebensjahr (sehr selten bei Mäusefängern) lagert sich bei der Katze oft
Zahnstein ab der, wenn er nicht entfernt wird, im Laufe der Zeit die Zähne umkrustet, so dass ein
Laie kaum noch zwischen Zahn und Zahnstein unterscheiden kann. Schwerer Zahnsteinbefall kann
die Zähne lockern und schließlich zerstören. Betroffen sind vor allem die weit hinten liegenden
Backenzähne. Zahnstein entwickelt sich aus Belägen (Plaque). Man sollte älteren Katzen ca. alle
6 Monate den Zahnstein vom Tierarzt entfernen lassen. 

Zoonose
Unter Zoonose versteht man Erkrankungen, welche vom Menschen auf das Tier (und umgekehrt)
übertragen werden. Dies geschieht aufgrund von Viren, Bakterien, tierischen Schmarotzern und Pilzen. 

Zystitis
Blasenentzündung. Verursacht durch eine aufsteigende oder absteigende bakterielle Infektion.
Anzeichen dafür sind oft Fieber, Schmerzen beim Wasser lassen, Aphatie oder Fressunlust. Tierarzt
aufsuchen und die Katze warm halten.

Wie bei allen Erkrankungen ist auch liebevolle Pflege des Besitzers zur baldigen Genesung
unerlässlich.